Eine Welt ohne Parkschranken

Ein Alumni-Startup macht Parken einfacher

Das Parkticket einfach per App bezahlen oder nachts freie Supermarktparkplätze nutzen – Peter Park ist ein digitales Parksystem, das Parkscheine und Schranken überflüssig macht. Automatische Kennzeichenerkennung in Verbindung mit Seamless Payment ermöglichen die schrankenlose Organisation von Parkflächen. Durch die KI-gestützte Datenanalyse und die zentrale Dashboardverwaltung kann die Parkfläche nachhaltig gesteuert und optimiert werden. Die Gründer und Collège-Alumni Florian Schaule und Patrick Bartler berichten von ihrem Startup.

Die drei Gründer von Peter Park (von links): Alumnus Patrick Bartler (M.Sc. Elektro- und Informationstechnik TU München, Collège-Jahrgang 2018), Alumnus Florian Schaule (M.Sc. Compter Science TU München, Collège-Jahrgang 2018) und Maxmilian Schlereth (LLB Law UCL).

Wie ist die Idee für euer Startup entstanden?
Peter Park ist ursprünglich aus einem Freelancer Beratungsprojekt mit einem Parkraumbewirtschafter entstanden. Dabei haben wir das Potenzial erkannt, das die Digitalisierung gerade in diesem Bereich bietet, und haben das Business Modell entwickelt. Die Innovation von Peter Park ist dabei die Anwendung eines SaaS-Business-Modells auf einen bis dato produktfokussierten und durch Schranken und Kassenautomaten sehr hardwarelastigen Bereich. Mit dem Verzicht auf Schranken und der Umstellung auf Kennzeichenscanner und App-Bezahlung können wir schneller skalieren und iterieren als klassische hardwaregetriebene Konkurrenten. Die Digitalisierung der Parkfläche und die dahinterliegenden Prozesse sind unser Haupttreiber.

Warum sollte ein Parkplatzbetreiber Peter Park nutzen?
Zahlreiche Alltagsthemen im Bereich Mobilität sind dank digitalen Technologien heute einfach und komfortabel – per App Staumeldungen in Echtzeit abfragen, online Reisen buchen oder die günstigste Tankstelle in der Umgebung finden. Parken hingegen ist für Autofahrer immer noch ein notwendiges Übel, das häufig mit Stress, Kosten und Zeitverlust verbunden ist – Painpoints, die Peter Park mit seiner Plattform löst. Wir stehen für schrankenloses Parken mit einem intelligenten Kamerasystem, bargeldloses Bezahlen, die Anbindung digitaler Geschäftsmodelle sowie die Optimierung der Parkfläche durch gezielte Datenanalyse.

Wie passt Peter Park zu nachhaltiger Mobilität?
Wir reduzieren den Parkplatzsuchverkehr, der ca. 30 % der innerstädtischen CO2 Emissionen verursacht (Quelle: Apcoa Parking Studie) und ermöglichen eine bessere Nutzung von Parkflächen. Zum Beispiel können Supermarktparkplätze auch nachts genutzt werden. Dadurch reduzieren wir den Flächenverbrauch und tragen zum Erhalt von Grün- und Waldflächen bei. On-Street Parkplätze könnten durch Fahrradwege ersetzt werden und durch die Digitalisierung des Park-Prozesses ist es möglich auf Papiertickets oder Parkscheiben zu verzichten.

Hattet ihr Rückschläge?
Die technische Entwicklung unseres Konzeptes dauerte zunächst länger als wir erwartet hatten. Die Lösung war für uns dann die Priorisierung von Product Features. Ganz wichtig ist es, ein gemeinsames Ziel im Blick zu haben. Im ersten Schritt war mehr Aufklärungsarbeit anstatt Sales Pitches notwendig, da wir in einer traditionellen Industrie Software verkaufen.

Was sind eure drei wichtigsten Learnings?

  1. Product-Market Fit hat höchste Priorität
  2. Scheinbar unattraktive Märkte haben viel Potenzial
    und weniger Wettbewerb
  3. Fokus – nicht ablenken lassen!

Parken kann ganz schön unübersichtlich sein – und zeitraubend. Das Startup Peter Park hat eine digitale Lösung entwickelt, die vieles vereinfacht.

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